Wohin man schaut: Der Wandel von Strukturen

Moin, wohin man schaut, alles ist in Bewegung und nicht mit den schlechtesten Zielen. Wollen wir hoffen, dass am Ende alles gut wird. Strukturwandel heißt das bei vielen und verdeckt doch nur, dass die Betroffenen mal sehen sollen, wie sie damit zurechtkommen werden, mit dem, was ihnen da als Zuklunft angeboten, nein  vor die Nase gesetzt wird. Viele der schlauen Köpfe haben ja schon genug damit zu tun, die Gegenwart zu begreifen und klammern zu diesem Zweck auch liebend gerne die Vergangenheit aus. Gemach. Darüber wurde berichtet, das wird sich überleben. Ich denke da an Gorbatschow und jene, die zu spät kommen. Muss das? Das muss.

 

Darum soll es nicht gehen beim heutigen Frühstück. Auch nicht darüber, dass man den  Menschen die Angst vor neuen Wegen nehmen soll, weil sie nämlich auf ihrem alten Weg deutlich größeren Gefahren bis hin zum Chaos ausgesetzt sind. Das wäre ein zu schwacher Trost bspw. für die Arbeiter von Opel in Bochum. Da können wir hier am Obenende auch nur solidarisch die Daumen drücken. Glück auf - das stimmt schon lange nicht mehr, auch über diesen Strukturwandel schreibt meine Ems-Zeitung am heutigen 12. 12. 2012.

 

Und dieses Datum ist jetzt die überraschende Steilvorlage von Mats Hummels (Innenverteidiger des BVB 09 und Nationalspieler): An diesem symbolträchtigen Tag heiratet ein noch recht junges Paar in Aschendorf, das ist hier um die Ecke. Mal so eben zwischendrin - schreibt meine Ems-Zeitung - weil eigentlich wenig Zeit für sowas mit seinen vielen Planungen übrig bleibt. 35 Verwandte waren bereits eingeladen - dann hat das Lokal abgesagt. Über facebook wurde ein anderes gefunden. Das Brautkleid wird nicht weiss, sondern bunt sein, so kunterbunt wie das Leben der Brautleute mit seinen vielen Sorgen, wenn z. B. Morgens die große Tochter zur Sonderschule gebracht werden muss, da sie seit ihrer Geburt schwerhörig ist und eine mit dem Hirn verbundene Hörhilfe besitzt. Die Idee zur Hochzeit kam den beiden Eltern auch erst, als sie ihr fünftes Kind bei der Gemeinde angemeldet hatten, da haben sie das dann gleich mitgemacht und das Aufgebot bestellt. So braucht der Emsländer einen Weg nicht zweimal machen! Muss das so? Das muss. Ich denke die Struktruren in dieser Familie werden sich etwas, aber wahrscheinlich nicht nachhaltig ändern . . .  

 

Eine Seite weiter finde ich einen hinreißenden Arttikel über Bi-Sexualität. Frauen finden es nämlich ausgesprochen reizvoll, wenn ihre Männer auch homosexuellen Aktivitäten nachgehen. Das spricht für deren Gesundheit und Aktivität. Mit diesen paaren sie sich besonders gerne. Ja, es handelt sich nämlich um den Atlantikkärpfling, Fische also, wo man dieses Verhalten im Aquarium experimentell nachweisen konnte. Mal sehen wohin uns diese neue Erkenntnis führen wird und ob das unserer alt hergebrachten Ehe und Familie förderlich sein wird. Strukturwandel? Oder könnte eine Wende in der demografischen Entwicklung erreicht werden?     

 

Ob ich jetzt von diesem recht futuristisch anmutenden Beispiel (vor)gelebten Strukturwandels elegant zum althergebrachten hier am Obenende zurückkommen werde, wird sich zeigen. Zumindest wird hier ein handfestes Ergebnis zu erwarten sein. Die Städte Papenburg, Dörpen und Rehde haben eine "Interkommunale Zusammenarbeit" vereinbart. Und dabei hatte ich immer gedacht, dass das der Kreis schon machen würde. Notwendig und überfällig ist es allemal. Aber das kann man nicht beim Frühstück verantwortlich durchhecheln. Das ist keine Frage von "Meinung haben", sondern "Zukunft bauen". Ich kenne das von der IKZ "Dortmund, den Gemeinden des Kreises Unna (inkl. diesem als Wortführer) und Hamm". Da wollte Dortmund sich immer gerne selber inzenieren - ob Papenburg oder Dörpen sich durchsetzen werden, wird man sehen, denn es geht auch um Gewerbesteuer. Ob sich da die Strukturen auch ändern? Das muss. Und die niederländische Seite wird fest eingeplant. Das ist der Unterschied zum östlichen Ruhrgebiet: den Tellerand überschreiten. Kann das? Das kann!

 

Ich gehe jetzt gleich etwas Schnee schieben - obwohl kaum jemand den Bürgersteig benutzt. Ihn nicht zur Seite zu räumen, wäre aber sicherlich eine zu heftige Herausforderung der nachbarlichen Toleranz. Der Wandel steht noch aus. Tschüss   

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Kommentare: 2
  • #1

    zypresse (Mittwoch, 12 Dezember 2012 10:17)

    Oh ja, IKZ ... welch ein tage-, abend und nächtefüllendes Programm. Nicht, dass sich mein Dorf da besonders hervorgetan hätte, da war schobn der damalige Bürgermeister vor. Hat er doch seinen Nachbarn immer schön über die Presse erklärt, was sie alles falsch und er so sehr richtig macht. Nun ja...

    Ja, aber sinnvoll ist die IKZ sicher an vielen Stellen, notwendig schon angesichts der Finanzen auch. Denken wir nur an die Zulassung von Autos, an Perso bzw. Pass - aber auch an vieles, was der Bürger, die Bürgerin garnicht mitbekommt: Personalabrechnung, Bearbeiten von Knöllchen... Bei all dem bleibt aber eines ohne jede Frage ausschlaggebend: ohne, dass es zwischen den handelnden Personen stimmt, das die sich gegenseitig vertrauen - ja, ohne dass geht das nicht.

  • #2

    loire2012 (Mittwoch, 12 Dezember 2012 15:50)

    In der Tat, ohne das wirkliche Wollen und gegenseitiges Vertrauen wird das mit einer IKZ nichts, denn alles ist frei und zunächst ohne Verbindlichkeit. Aber auch: Strukturwandel ohne IKZ hilft nicht wirklich und nachhaltig, denn zu schnell wird nur Bekanntes in andere Schubladen gepackt und damit verfestigt. Aber es gibt auch einen Strukturwandel außerhalb einer IKZ - in unseren Köpfen nämlich! :-) Das finde ich genauso wichtig, wird aber öffentlich anders wahrgenommen.