Welt geht anders - über den Untergang der Welt

Wir erleben in 2013 einen Weltuntergang - nur nicht den unserer Welt, wie wir sie uns immer so vorstellen

 

Wir haben den Untergang der Welt gesehen, es war der offensichtliche Nichtuntergang einer Welt. Wir erleben den tatsächlichen Untergang täglich, während dessen Zeichen uns in immer kürzeren Intervallen erreichen. Für die Sehenden werden die Kurven des Oszillogramms immer enger. Oder stellen wir uns einen Untergang lustvoll als eine Kollision mit unzähligen Meteoriten vor, den Untergang der Titanic vor dem cineastischen Auge nachstellend? Ach Göttchen, so funktioniert „Welt“ doch nicht!

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Ganz knapp formuliert: Wir sind die Welt. Und weil dieser Satz in einer kleinen Modifizierung, statt „Welt“ wurde „Volk“ verwendet, schon einmal erfolgreich, aber für einen Teil der Betroffenen missverständlich, war, bedarf er einer ergänzenden Erläuterung. Jeder kennt nur seine Welt. Und erst wenn sich Menschen deshalb zusammentun, weil sie eine vergleichbare Vorstellung von „Welt“ (oder „Volk“) haben, dann wird daraus eine Macht. Bei den Maya kann man eine gemeinsame Vorstellung von „Welt“ unterstellen – auch ohne die versteinerten Schriften gesehen, geschweige entziffert zu haben.

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Das 20. Jh. brachte Europa in vielen Teilen den Untergang der Welt, nicht nur, aber besonders krass während zweier großer Kriege: Das europäische Judentum, den Balkan, Süd-Osteuropa und auch Deutschland kann man nennen. Welten brachen zusammen, blieben in den  Herzen bestehen, überwinterten dort, haben bis heute keinen Frieden, keine neue Welt gefunden, leben noch in der Endzeit: Bosnien, Nordirland und sicherlich noch viele mehr. Und auch die Frage der Schuld kann die Trauer über den Verlust von Heimat durch Flucht und Vertreibung nicht lindern. Weltuntergang.  

 

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Wir brauchen Mut und Stärke, den Untergang zu überstehen. Vor hundert Jahren begann  der erste Weltkrieg Europa in Schutt und Asche zu legen, es folgte vor knapp 70 Jahren der zweite, das Werk des ersten vollendend. Es gibt immer noch Trümmer. Auf denen tanzen die Ratten, jagen die Menschen und bekriegen sich weiterhin. Auch dieses gehört zu unserer Welt. Wir aber haben eine Stärke, hätte es sie schon früher gegeben, viel Blut hätte vermieden werden können. Es ist die zügellose Kommunikation über alle Grenzen hinweg. Smartphones, Netbooks und Tablets sind - gemeinsam genutzt und vernetzt - unsere Stärke, immer wieder Mut zu machen. „Information“ steht über allem und jedem geschrieben. Information ist die Basis jeder Demokratie und somit deren stärkste Waffe.

 

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Weltuntergang am 21. 12. 2012 -Quatsch, aber
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