Wahlkampf ist angesagt!

Moin, was haben  Ulli und Peter gemeinsam? Beide sind sie Mitglieder der SPD, beide standen oder stehen in einem Wahlkampf, setzen sich dabei auf das imagebildende Transportmittel Fahrrad und tragen - ganz Vorbild sein - auch einen Helm.

 

Im Unterschied zu Ulli hat Peter diesen auch eindeutig sichtbar  festgeschnallt - im Zweifel allerdings jedoch beide, denn auch das entscheidet offensichtlich über Wählerstimmen, weiss man am anderen Ende des Kanals, in Dortmund. Kann das? Das kann wohl.

 

Aber dann kann es auch schon alles gewesen sein. Ulli ist zweimal zum Oberbürgermeister gewählt worden, Peter stellt sich erstmalig als Mitglied des niedersächsichen Landtages zur Wahl. Ulli war Favorit bei seinen Wahlen, die SPD hatte zuvor immer alle Oberbürgermeisterposten besetzt. Peter ist Außenseiter, noch nie wurde ein Genosse in diesem Wahlkreis direkt in den Landtag gewählt - und es gab auch schon mal günstigere Listenplätze. Sein Ziel ist es, persönlich noch mehr Stimmen hier für die SPD zu holen, als es seinen Vorgängern gelungen ist. Und wenn man ihn fragt, weshalb er nun  gerade der SPD beigetreten ist, so schreibt die Ems-Zeitung, dass er die Nase voll hatte vom Stillstand der gesellschaftlichen Entwicklung unter dem CDU-Kanzler Kohl in den 90er Jahren. Ein Mann tritt an! "Möge die Übung gelingen!" hieß es immer im chinesischen Nationalzirkus. Wir wünschen ihm bei einer ersten Tasse Kaffee viel Glück und Erfolg. So ein Fahrradhelm und das richtige Gefährt um die Pedale herum sind zukunftsfähig, ökologisch sinnvoll und nachhaltig einsetzbar.    

 

Jetzt aber gut mit dem Wahlkampf. Es gibt ja auch die Zeit danach. Die wird hier am Obenende zwar nicht ganz anders werden, was die öffentlich auftretenden Köpfe angeht, das ist genauso wie in Dortmund - nur anders herum. In Hannover werden jedoch kriminelle Momente erwartet ("Wahl-Krimi in Niedersachsen erwartet" schreibt die Ems-Zeitung), hoffentlich ein Tatort ohne Tote. Oder doch? Niemand muss sich eine Kugel geben, wenn er verliert! Aber die Presse macht es spannend. Leihstimmen werden gehandelt, die FDP über die Hürde zu schubsen, wo sie doch selber täglich den rettenden Sprung aufgrund ihrer Sprunghaftigkeit verweigert. So widersprüchlich erscheint sie. Die Piraten sind augenblicklich wohl auf ihrer Schatzinsel am tun zugange, die selbsternannten Schrecken der Karibik offensichtlich über das Ende der Welt hinausgeschossen. Die Linke kann nun wirklich keine Leihstimmen der SPD oder von wem auch immer erwarten, also wird auch ihr ein "Verhör" nach dem Wahl-Krimi in Niedersachsen erspart bleiben.

 

Man mag ein Tatort-Drehbuch schreiben, in dem es darum geht, einen lahmenden, altersschwachen Wallach publikumswirksam über eine Hürde zu hieven, damit die Kinder des verstorbenen Gutsherren das Erbe in alter Manier antreten können um weiterzumachen, anstatt dass der Gutshof auf die dort arbeitenden Menschen im Wege einer Stiftung aufgeteilt wird, wie es der Erblasser in geistiger Umnachtung notariell festgelegt hat. Am besten, man verlegt den Tatort nach Münster. Wenn Prof. Börner dann dort festgestellt hat, dass das Pferd mit Biogas aufgeblasen und damit schwebend auf seinen letzten Sprung vorbereitet wurde, garantiert das sehr viel Situationskomik und Gelächter - vielleicht sogar auch staunende Anerkennung wegen des plötzlichen Ideenreichtums. Kann das? Das kann. Ist aber kein Wahlkampf, sondern -betrug, und wenn das Pferd stirbt, zwar Tierquälerei, aber auch eine Erlösung.

 

Schmeckt Euch der Kaffee noch? Ich noch schnell eine Tasse, das muss, und Tschüss.     

 

 

 

Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Monet Beene (Freitag, 03 Februar 2017 15:13)


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