Wo ich bin ist gegen den Trend!

Kunstausstellung in Krefeld
Kunstausstellung in Krefeld

Moin, mit einer solchen Überschrift sollte man eigentlich vorsichtig umgehen. Und dann noch beim Frühstück hier am Obenende. Aber das liegt doch auch nicht im Trend. Menschen, die täglich von weit her kommen - einen schönen Gruß in den deutschen Süden übrigens - und sich nicht die Brötchen mit Mettwurst, Lachs, Harzer Käse oder Erdbeermarmelade schmieren, nein es im geistigen 3D-Format schlucken. Dieses Format soll für Ironie und Humor stehen, der auch durchaus gegen sich selber gerichtet sein kann. Kann das? Das kann.

 

Dem Mainstream folgend heißt bei mir immer wieder, der Wetterkarte oder Ems-Zeitung folgend, sich in den Wind stellen und dennoch diesen scharf von vorne kommend empfinden. Es hieß doch: "für den ganzen Norden", aber das ist wohl niemals da wo ich bin.    

 

Und so stieg auch in Papenburg die Einwohnerzahl an, um 200, also 0,5 %, trotz rückläufiger Geburten. Und: entgegen dem "Trend im  gesamten Norden." In Dortmund wird es erst später verkündet werden, das macht der Verwaltungsvorstand nach eingehendem Studium der entsprechenden Vorlage. 0,5 % wäre dort auch schön, denn das wären 3.000 Menschen mehr, fast alle aus dem Ausland zugezogen und mehr. Bei 200 - wie hier - würde man aber schon von einer Trendwende sprechen - um dem Trend folgen zu können.

 

Trend, Wende und Trendwende, wäre das nicht einmal etwas, was uns erklärt werden müsste, wo wir verstehen sollten, was das ist und es bedeutet? Gerne gebe ich das an die Redaktion meiner Ems-Zeitung weiter. Die hat da nämlich ein ganz besonderes Format.  

Ems-Zeitung 3. 1. 2013
Ems-Zeitung 3. 1. 2013

Dass es heute um das Thema "Asyl" geht mag nachweihnachtlicher Zufall sein oder an dem umgebenden Artikel liegen, der sich um einen Asylsuchenden in München bewegt. Da muss man hier schon einmal erklären, was Asyl ist. In Dortmund auch? Und wenn ich mich einmal ganz dumm stelle, dann verstehe ich das auch - aber will ich das verstehen, wenn ich ganz dumm bin? Und für ganz dumm halte ich unsere Kinder nun einmal wirklich nicht - aber interessenlos an diesem Thema, denn was geht sie das an? Oder stehe ich schon wieder im Gegenwind? Aber wenn ich den letzten Satz lese, dass Politiker sich gerne darüber streiten, wer wie lange bei uns bleiben darf, dann frage ich mich, was hier erklärt werden soll. Und wenn ich das mit der sprachlichen Ableitung aus dem Lateinischen im ersten Satz vergleiche, dem Wort "Asyl" kommt danach die "schöne Bedeutung Zufluchtsort" zu, dann kommen mir Zweifel. Aber man kann es ja nachlesen. Ist die Welt so einfach? Sieht alles so einfach aus - auch aus der Sicht des nördlichen Emslandes?

 

Oder, ist die Welt, ihr Anfang und das nächste Ende, mit den knappen Begrifflichkeiten einer Wetterkarte zu erklären? Windstärke und -richtung, Tages- und Nachttemperaturen, Sonne, Regen, Schnee? Als Schmankerl mal gelegentlich bewegte Bilder von Wolkenwirbeln in denen der Luftdruck tiefer ist, und die sich mit anderen reiben, vielleicht noch ein Hochdruckgebiet auf die Hörner nehmen und zu fürchterlichen Uwettern führen. Bringen uns diese Infos weiter im Verständnis unserer Welt am Obenende? Oder bei Euch, verehrte Leserschaft? Muss das? Das kann, muss nicht. Und wenn Ihr es versteht, warum die Menschen vor dem Hunger fliehen, weshalb sie ihre Heimat aufgeben, was das mit dem Wetter unserer ganzen Welt zu tun, nicht nur mit dem "gesamten Norden", warum sie überhaupt Hunger haben, warum wir nicht soviele Einwohner weniger haben, wie man annehmen sollte, wenn immer weniger geboren und mehr sterben, ja, wenn wir uns darüber klar sind, die Zusammenhänge erkannt haben, wie das mit dem Wetter - über das uns die Wetterkarte so wenig aufklärt - funktioniert, nicht nur "für den gesamten Norden", was machen wir dann?  

 

Wir setzen uns als erstes hier am Obenende mal alle beim Frühstück zusammen und versuchen mit dem satt zu werden, was die vielen Millionen Menschen, oft auch Kinder, zum Frühstück zu sich nehmen - nämlich mit nichts. Schon wieder wider den Trend? Machts nichts. Muss das? Das Muss.

 

Eine Tasse Kaffee und los geht der Tag. Tschüss  

 

 

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