Aber die Arche Noah lag vor Anker!

Moin, na, man hatte es schon geahnt, die Sache mit der Moschee als Modell 1:1 für die Landesgartenschau in Papenburg, das war natürlich ein Aprilscherz. Und Fundamentalismus, wenn es ihn überhaupt gibt, hat hier mehr als fünf Buchstaben. Also, April, April! Stattdessen konnte die Ems-Zeitung von einem Run auf Ostereier berichten, die auf dem zukünftigen Gelände der Landesgartenschau versteckt waren. 750 Kinder, einige mit großen Körben ausgestattet, waren auf der Suche nach den 2.500 versteckten Eiern. Bei ein bisschen Bruch sind das 3 pro Kind! Und ich befürchte, für manches Kind hieß es dann auch: April, April! Das war dann aber kein Scherz,  denn bereits am 29. März und Schnee schien gerade auch nicht zu liegen. Das mach wohl.  

 

Wir aber sind am 1. April nach Emden gefahren, die Arche Noah zu besuchen, die hier auf ihrem Weg von Amsterdam nach Hamburg (evangelischer Kirchentag) zunächst in Emden angelegt hat und dann in Cuxhaven Zwischenhalt machen wird. Ja, so muss die Arche wohl ausgesehen haben, aber ob die auch wirklich so schwimmen konnte, so riesenklobig? Sieht fast aus wie so ein Luxusliner von Meyer, nur sehr viel kleiner und aus Holz. Und auch sonst schon etwas anders, aber ähnlich auffällig. Nur, heute war sie auf einem schwimmenden Ponton festgemacht, wahrscheinlich deshalb unsinkbar. Nur windanfällig, weshalb sie jetzt ein paar Tage länger in Emden liegen muss als ursprünglich geplant. Muss aber ein großes Ereignis sein oder werden, wenn sie dann die Elbe herauffährt, gezogen oder geschoben, denn einen eigenen Motor oder Segel scheint sie nicht zu haben. Ist eben anders als zu Zeiten von Noah. Aber der sollte ja auch bloß überleben. Und mit ihm das ganze Viehzeug. Kann das? Das kann.

 

Irgendwie fehlt den Menschen heute die gehörige Portion Gottvertrauen und sie meinen dann, Technik könne das ersetzen. Oder fehlt nur der legendäre A. ... in der Hose? Und wenn Noah damal so ausgesehen haben soll wie in Holz gemeisselt jetzt vor dem Kasseneingang, ich hätte mich nicht getraut reinzugehen. 3 Meter hoch, mit riesigen Pranken und einem grimmigen Gesicht. Von sorgender Güte habe ich nichts gesehen. Und die Giraffen und Zebras, die neugierig aus der Eingangstür schauten, die schienen von Steiff ausgeliehen worden zu sein. Irgendwie machte das Ganze auf mich den Eindruck einer, naja, Geisterbahn. Stand übrigens draußen auch angeschlagen: Drinnen sei es genauso unheimlich und überraschend wie im Leben auch. So sah das auch aus, keine Fenster und ganz oben das Restaurant. War das? Das mach wohl. 


Wie schön nur, dass da noch mehr Schiffe lagen. Und ein kleines Tuckerboot gefiel mir besonders gut, war auch zu verkaufen, nur habe ich ja schon ein Haus und fürchte auch keine Sintflut, aber wenn, dann wäre das genau das richtige Teil für mich und wir hätten bestimmt auch noch Platz für eine Samen- und Eierbank von all dem ganzen Viehzeug, dass in dieser Arche gewesen sein soll. So etwas Bequemlichkeit hätten wir heute nämlich doch gerne.

 

Drum noch ein Kaffee  und dann Tschüss.

 

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