Der Phare von der I`île Vierge

Endlich ist das Wetter etwas besser geworden. 25 °C werden wir zwar nicht überschreiten - aber das war ja auch nicht erwartet worden. Nur so etwas mehr Beständigkeit bei der Sonneneinstrahlung! Und jetzt, seit dem Morgen beginnt es vom Meer herkommend, blauer zu werden. Ein guter Tag, Fotos vom Leuchtturm zu machen. Noch sind die vielen Touristen nicht da und seinen Platz im Boot wird man auch  nicht reservieren müssen. Im Hafen von Wrac'h wird das kleine Schiff ablegen, eine halbe Stunde die Überfahrt dauern - über tiefblaues Wasser hinweg, an den ersten Segelbooten der Saison vorbei, zwischen den vielen Felsen hindurch, welche die Mündung des Abers Wrac'h in den Atlantik markieren. Oder ist es schon der Kanal, diese vielbefahrene Wasserstraße? Sei es, wie es sei - das Meer kann hier schon sehr wild sein, unzählige Leuchttürme (phare) sorgen für die Sicherheit. Ganz weit draußen der auf 0uessant, näher an der Küste der auf der I`île Vierge. Er ist etwas älter als hundert Jahre und 82 Meter hoch.

Damit gleicht er in manchem dem Gasometer in Oberhausen: Er ist der höchste Leuchtturm Europas (der Gasometer der höchste seiner Art) und beide sind in etwa gleich alt. Nur mal so zum äußerlichen Vergleich. Und beide haben ein interessantes Innenleben. Den Gasometer führe ich hier nicht weiter aus - Christo hat dort derzeit ein sehr sehenswertes Projekt installiert . . .

 

Hier, fernab der großen Städte, "am Ende der Welt" (finistere) besitzt der Leuchtturm seine Funktion immer noch, ist noch nicht ausgeräumt. Man kann ihn aber besteigen, immer schön die Wendeltreppe hoch - und die führt an der Innenwand entlang, lässt also zur Mittte einen Blick in die Tiefe zu. Sagen wir: 70 lange Meter hoch und dann wieder runter. Das habe ich vor 15 - 20 Jahren bereits einmal hinter mich gebracht. Immer mit dem unheimlichen Zug in die Mitte - Leute mit Höhenangst kennen das. Nie wieder. Aber jetzt, ein Foto in die Höhe zu machen, das konnte ich mir erlauben - atemberaubend. 

Und weil dann noch viel Zeit war, die ganze Insel zu erkunden, haben wir das auch noch getan - wären gerne noch sehr viel länger bei der tosenden Brandung geblieben!

Kommentare: 4 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Beate (Samstag, 13 Juli 2013 12:41)

    "Atemberaubend", das ist der richtige Ausdruck. Immer wieder unglaublich, welche Sogwirkung die spiralförmigen Windungen einer hohen Treppe auf den Betrachter ausüben; selbst auf einem Foto.
    Schade, dass Du nicht noch einmal hochgestiegen bist, um auch ein Foto von oben zu machen. Wie würde das dann aussehen? Vielleicht genauso, aber anders herum drehend …?

  • #2

    loire2012 (Dienstag, 17 September 2013 09:27)

    Das Foto wäre (be- oder ab-) stürzend . . .

  • #3

    Eckehard (Samstag, 05 Oktober 2013 13:18)

    Wir haben am Sonntag einen Reisebericht über die südliche Bretagne gesehen und spontan beschlossen, sie auf die Liste "Was wir unbedingt noch besuchen müssen" zu setzen.

  • #4

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