Gifhorn - in zentraler Lage

Lange angekündigt und geplant, ein Aufenthalt vom 25. bis 28. September 2014 in Gifhorn. Ein Treffen von Fotofreunden, optimiert dorthin organisiert, wo niemand extrem lange Wege haben muss. In die Mitte, nach Gifhorn. Und was ist da los gewesen?   

Vorweg,  der Uhu rechts ist echt, den haben wir im ARTENSCHUTZZENTRUM Leferde getroffen. Vielleicht ist sonst nicht alles echt in in Gifhorn und Umgebung . . . Also Herman Löns haben wir nicht getroffen, aber sein Bild hing im Hotel Löns-Krug und wir sind täglich dran   vorbei, mehr-fach und es waren auch zwei Porträts.

 

Wir, das war eine Gruppe von 12 Fotografinnen und Foto-grafen, die sich meist jedes halbe Jahr einmal treffen. Auf dem Programm standen das Mühlenmuseum, das Schloss und gemeinsames Feiern. Für jene, die bereits einen Tag früher angereist waren, wie wir, das Artenschutzzentrum und das Otterzentrum in Hankensbüttel. Das Schloss war dann kein Programmpunkt mehr, da eingerüstet und architektonisch zu einer Katastrophe um-gebaut.

 

Während der Uhu uns in Leferde interessiert begrüßte, blieben die Störche eher unter sich und zu den Schaben wurde uns erklärt,  dass die den Schildkröten als Lebendfutter dienen.  

Vielleicht hätten diese drei Störche auch nichts gegen die Schaben ge-habt, in ausreichender Anzahl, aber die harrten im Terrarium ihrem weite-ren Schicksal entgegen. Nein diese drei, Teil einer größeren Gruppe, be-reiteten sich wohl eher auf den weiten Flug nach Afrika vor. Die beiden Schaben werden wohl noch einige Zeit bei den Schildkröten zubringen. Und das die kleine Schlange auch gut verwahrt war, versteht sich von selber . . . 



Wie der Name schon sagt: OTTERZENTRUM. Und dass Ottern eng verwandt sind mit den Iltisen, vermag man auf den Bildern gut zu erkennen. Aber,  wer solch flinke Tiere fotografieren möchte, der muss unendlich oft auf den Auslösen drücken - und am besten jeweils Serien schießen. Hilfreich war es, immer bei den Fütterungen dabei zu sein. Da hatten die gut zu tun und hielten schon mal stille. Waren aber blitzschnell unterwegs, wenn wieder ein Brocken durch die Luft flog.-

 

Wenn man ein Prädikat vergeben darf: Ein Besuch ist sehr empfehlenswert und kurzweilig. Hier nur ein paar Fotos.  



Das Mühlenmuseum spricht nur noch durch seine Bilder . . . 

Schon von weitem sieht man auf einer Anhöhe stehend eine Gruppe südländischer Mühlentypen. Sie verbreiten ein sehr exotisches Bild von Gifhorn, das so gar nicht in eine von Löns geprägte Heidelandschaft passen mag. Aber von Heide haben  wir ja auch nichts gesehen . . . 

 

Das gesamte Freilichtmuseum ist um einen See herum angelegt. Rechts (wenn man  das Gerlände betritt) die angesprochenen südeuropäischen Mühlen, links die deutschen, aber auch solche aus Asien und der Ukraine. Den Abschluss bildet dann eine russisch-orthodoxe Holzkirche. Natürlich handelt es sich bei allen Mühlen um Nachbauten.

 

 

Man kann sich noch sehr viel weitergehender in einem eigenen Ausstellungsgebäude infor-mieren. Dort steht sogar wegen ihrer Einzigartigkeit die Hüvener Mühle (Emsland) im Model 1:10 (o. ä.). Schließlich wird man auf dem Dorfplatz sicherlich eines der guten mit Holz im Steinofen gebackenen Brote mitnehmen, es aber nicht an die Esel verfüttern!   






Die Mühle rechts ist ein Nachbau der bekannten Mühle von Sanssouci. Sie steht im Original auch heute noch in Potsdam - ein mächtiger Bau!


Die Mühle links stammt aus der Ukraine und mutet fast ostasiatisch an.


Die Bilder unten zeigen die russisch-orthodoxe Kirche. Sie dient der Gemeinde auch heute noch als Kirche und kann auch von innen besichtigt werden.


Vier angefüllte Tage, und nicht alles ist hier als Foto dokumentiert - gäbe auch bei persönlichen Begegnungen keinen Sinn! 


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Kommentare: 4
  • #1

    Hedi (Mittwoch, 01 Oktober 2014 11:17)

    In zentraler Lage - heute, jedenfalls.
    Bei dem Besuch des Otternzentrums und des Mühlenmuseums ging mir auf, dass die Gegend um Gifhorn früher Zonenrandgebiet war und von daher dünn besiedelt. Viel Raum also für diese später entstandenen, großflächigen Ausstellungsareale.
    Ich habe viel Neues gesehen und erlebt und den Aufenthalt ebenfalls sehr genossen.

  • #2

    Ernst-Otto Sommerer (Mittwoch, 01 Oktober 2014 11:23)

    "Zonenrandgebiet" - was ist das (heute)?

  • #3

    Beate (Freitag, 03 Oktober 2014 02:44)

    Ein lebendiger Hausesel in einem Mühlenmuseum macht ja noch Sinn (ich erinnere mich da beispielsweise an die alten, von Eseln oder Dromedaren betriebenen Gofio-Mühlen auf Lanzarote), aber was um Himmels Willen ;-))) macht eine russisch-orthodoxe Kirche in einem Mühlenmuseum?

  • #4

    eo (Freitag, 03 Oktober 2014 11:33)

    Die Kirche macht insofern Sinn, als der Erbauer und Betreiber des Mühlenmuseums sein Projekt als internationale Begegnung ansieht und starke Wurzeln in den russisch-orthodoxen Teil Europas hat. Wenn er in seinem Prospekt schreibt, dass der Mühler mit seiner Mühle den Hunger stillen hilft, dann heißt es anschließend, dass die Kirche den geist(l)ichen Teil übernimmt. Klingt etwas weit hergeholt, aber das Museum hat auch eher den Charakter eines ein maligen Erlebnis- und Bewunderungsparks - da geht das dann auch. Und außerdem ist es ja nicht schlecht, neben Gorbatschow auch russische Patriarchen als Fürsprecher aufzuweisen . . .