Ein junger Fussballer Namens Mario G. 

Da ist "die Süd", in dem Stadion hat er mal Fußball gespielt. Die Süd hatte ihn gefeiert und mit ihm ihre Mannschaft, die völlig unerwartet großartiges geleistet hatte. Er war einer von Ihnen, wenn auch aus dem südlichen Vorort und Sohn eines Professors - aber das zählt in Dortmund nicht, wenn es um Fußball geht.

 

Foto: Hedi Glock

Er hatte dem Verein zuvor Treue geschworen, dem Verein, dem Trainer, seiner Mannschaft und natürlich auch seinen Fans, den kleinen, wie den großen. Klar, es ist Profifußball, da geht es (auch) ums Geld, Verträge usw. Drei Wochen hielt das Bekenntnis. Dann wurde es eine Lüge, weil er kurz vor einem sehr wichtigen Spiel seinen Wechsel nach München bekanntgeben ließ. Niemand in Dortmund, auch sein Verein, Trainer und seine Mannschaft nicht, war darüber vorher informiert worden. 

 

Und dann stellt dieser Typ sich jetzt in einem Interview in 11Freunde (teilw. abgedruckt in der Emszeitung vom 24. 4. 2015) hin und sagt, er war auf den Medienrummel nicht vorbereitet. Es klingt so, als wäre er ungerecht ausgepfiffen worden Ja geht es denn noch?

 

 

Heute gibt es eine eigene App unter seinem Namen und wahrscheinlich kann man sich da über jeden Warmduschgang informieren. Das braucht die Welt. Sein Vorbild ist Messi. In Dortmund ist er kein Vorbild mehr und sein Name meist unerwünscht. Ab dreißig, lässt er sagen, könne er sich vielleicht zurücklehnen, aber er möchte noch 15 Jahre lang Fußball spielen, dann ist er 37. Das passt, sieben Jahre zum Schluss im Schongang. Eine Werbepuppe, die nur abgreifen will.

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